Über mich
Sarah Luzia Hassel Reusing
Ich bin seit 1986 als Psychologin mit Ausbildung in den Niederlanden und seit 2000 mit Zulassung für die Psychotherapie in Deutschland nach dem HeilPrG in eigener Praxis tätig. Meine methodischen Schwerpunkte liegen auf Atem- und Gestalttherapie. Ich bin Mitglied im Verband Freier Psychotherapeuten ,Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e. V . Meine Arbeitsschwerpunkte sind die Therapie und Beratung von auffällig gewordenen Kraftfahrern (seit über 20 Jahren), sowie psychologische Beratung für Studenten,Stress und Lernblockaden sowie Paarberatung auch mit LGBTQ und Psychotherapie bei Internet- und Handy-Sucht und Alkohol- und Drogenproblemen.Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt mit langjähriger Erfahrung ist die psychologische Unterstützung und Psychotherapie bei der Verarbeitung eines Traumas, um die Entstehung einer PTBS zu verhindern oder eine vorliegende PTBS zu behandeln.
Fortbildungen:
Therapie und Beratung von Kraftfahrern für die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU), NLP, Ericksonsche Hypnose, progressive Entspannungstechniken, Meditation
Zur Qualitätssicherung findet eine ständige Fortbildung statt.
Methoden : Gestalttherapie
Die Gestalttherapie ist ein erlebnisorientiertes psychotherapeutisches Verfahren, das in den 1940er Jahren von Fritz und Laura Perls sowie Paul Goodman entwickelt wurde.
Wir alle sammeln im Laufe unseres Lebens Eindrücke von Menschen und Situationen, die wir verinnerlichen. Weiterhin haben wir eine Vielzahl von Wünschen und Absichten in allen Bereichen unseres Lebens. Über die Eindrücke von Menschen lernen wir als Kleinkinder, in unserer Psyche eine eigene Welt aufzubauen. Diese Eindrücke, die aus Gedanken, Gefühlen und Emotionen bestehen, formen in uns vollendete und unvollendete „Gestalten“, mit denen wir unsere Welt ordnen. Darunter gibt es Formen der Ordnung, die des öfteren nicht in die reale Welt passen und dann von der Psyche entweder verdrängt oder unpassend geäußert werden.
Im Gegensatz zu Verfahren, die primär die Vergangenheit analysieren, fokussiert die Gestalttherapie auf das Hier und Jetzt und die Wiederherstellung bzw. Herstellung des bewussten Ich und damit der vollen Handlungsfähigkeit. Der Mensch wird als untrennbare Einheit von Körper, Geist und Seele betrachtet. Das Ziel ist es, blockierte Prozesse zu lösen und das Gewahrsein (Awareness) für die eigene innere Dynamik zu schärfen.“
Methoden : Integrative Atemtherapie
Die integrative Atemtherapie hat sich seit den 1980er Jahren als tiefenpsychologische Methode etabliert. Sie ist aus der Atemtherapieform des „Rebirthing“ (nach Leonard Orr) entstanden und hat neuere Entwicklungen der Humanistischen und der Transpersonalen Psychologie (nach Stanislaw Croff) ebenso integriert wie Elemente jahrtausendealter östlicher Mystik (z. B. Tantra und Zen).
Durch die bewusste Verbindung der Einatmung mit der Ausatmung – in einem entspannten Rhythmus – wird die Aufmerksamkeit in den Körper gelenkt. Dabei entsteht Kontakt mit körperlichen Gefühlen und den damit verbundenen Gedanken und Emotionen. Diese erhalten – nacheinander – konzentrierte Aufmerksamkeit, während der Therapeut den Klienten unterstützt, sich in der Erfahrung zu entspannen. Indem der Klient bewusst mit der Aufmerksamkeit bei seinem Atem bleibt, identifiziert er sich nicht länger mit den vorbeikommenden Gedanken und Gefühlen.
Er kann sich selbst aus einem bewussten ICH heraus beobachten; so erschafft er sich die innere Sicherheit, um alte schmerzliche Erfahrungen zu integrieren. Er erfährt ein tiefes Gefühl von Frieden und Glück, wenn er seine Urteile integriert und auf körperlicher Ebene entspannt. Dieser Prozess, in dem sich das Bewusstsein von einengenden und einschränkenden Gedanken befreit, wird „Ekstase“ genannt. Durch den Abstand zu den eigenen Gedanken und Gefühlen entstehen neue Wahlmöglichkeiten.
Unser Fundament: Der Gestalttherapeutische Ansatz
Um ein tief sitzendes Muster nachhaltig zu verändern, braucht es eine Methode, die über reine kognitive Einsicht hinausgeht. Wir arbeiten auf Basis der Gestalttherapie – einem erlebnisorientierten psychotherapeutischen Verfahren, das den Menschen als Ganzes betrachtet.
Das zentrale Werkzeug: Das Gewahrsein (Awareness)
Der Schlüssel liegt im Hier und Jetzt. Anstatt nur über die Vergangenheit zu sprechen,
lernen Sie:
- Das Muster im Moment zu fassen: Sie erkennen die körperlichen und emotionalen Frühsignale (Trigger) Ihres Musters, bevor es zur Handlung kommt (z.B. das aufkommende Verlangen oder die aufsteigende Wut).
- Auszuhalten: Sie trainieren, diese Impulse bewusst auszuhalten und zu erforschen, statt automatisch zu reagieren.
- Wahlfreih eit zu schaffen: Sie gewinnen den Moment zurück, in dem Sie sich bewusst für eine gesunde Alternative entscheiden können.
Die Konfrontation am leeren Stuhl
Wir nutzen diese gestalttherapeutische Methode, um Ihr Muster (z.B. Ihre Sucht, Ihren Ärger) zu visualisieren und ihm direkt zu begegnen. Sie lernen, die positive, aber dysfunktionale Absicht Ihres Musters zu verstehen und so die volle Verantwortung für Ihr Handeln zu übernehmen.
Ihr Vorteil: Wer sein Muster durchdrungen und verantwortet hat, beweist der MPU-Stelle die notwendige psychische Kompetenz zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr.
Der Weg zur Nachhaltigen Veränderung (Ihr Prozess)
Wir gehen über reine Gespräche hinaus und arbeiten in drei klar definierten Schritten daran, dass Ihr bewusstes Ich die Kontrolle übernimmt. Dieser Prozess ist die Grundlage für eine glaubhafte und dauerhafte Veränderung:
Analyse des Musters und der Funktion (Die Einsicht)
- Ihr Muster im Detail: Wir kartieren gemeinsam Ihr dysfunktionales Muster. Wann ist es entstanden? Welche Trigger (Auslöser) haben es aktiviert?
- Die wahre Absicht: Jedes Muster hatte ursprünglich eine Funktion (z.B. schnellen Stressabbau, Gefühl von Macht). Wir ergründen, welche positive Absicht Ihr Muster hatte und warum die Methode toxisch wurde. Dies ist der Schlüssel, um das Muster nicht zu bekämpfen, sondern zu verstehen.
- Verantwortung übernehmen: Sie erkennen an, dass Sie jederzeit die Wahl hatten, auch wenn die Entscheidung unbewusst getroffen wurde.
